Lebensweg und Beziehung

Ich bin auf meinem Lebensweg. Und ich bin in Beziehung mit Mitmenschen.

Ich komme an eine Kreuzung. Es gibt zwei Möglichkeiten weiterzureisen. Nach Links oder nach Rechts. Ein Schild hat es nicht. In der Ferne kann ich nicht erkennen, wohin der Weg führt. Überhaupt gibt es schlichtweg gar keinen Hinweis, wohin mich die Wege Links und Rechts führen.

Eine Fremde steht an der Kreuzung. Ich spreche sie an. „Wohin führt Links? Wohin führt Rechts?“ Die Fremde erzählt. Die Orte, wohin die Wege führen, werden mir klarer und klarer. Ich spüre sie mehr und mehr. Die Fremde schmückt aus, ich fühle mich hingezogen — in beide Richtungen. Wir sprechen weiter und weiter.

Links erscheint mir in ihren Erzählungen als begehrenswert. Ich bitte sie mitzukommen. Wir machen uns auf, sprechen nicht weiter miteinander.

Der Pfad wird steiniger und steiniger. Ich verlasse die Fremde, wir gehen getrennte Wege. Ich komme an mein Ziel. Es missfällt mir.

Dort sitzt sie und spricht: „Es gibt Dinge im Leben, die entscheidest Du alleine für Dich. Und es gibt Dinge im Leben, die gestaltest Du miteinander.“

„Angst führt dazu, diese beiden Dinge zu vertauschen. Dann willst Du Deinen Lebensweg nur in Abhängigkeit der Meinungen anderer gehen. Und Du wirst Beziehungen ohne offenen und ehrlichen Austausch mit Deinem Mitmenschen leben. So bist Du unerfüllt und alleine.“

„Hast Du jedoch den Mut die wesentlichen Entscheidungen auf Deinem Lebensweg aus Dir heraus zu treffen, sowie vom Anfang bis zum Ende einer Beziehung eher offen und ehrlich zu sein, führst Du erfülltes und verbundenes Leben.“